„Nimm Worte auf, wie ein Schwamm“

“ Wie schreibe ich einen Bestseller“ von Ha. A. Mehler

Zugegeben, anfangs hat mich der Schreibstil des Herrn Mehler etwas gestört. Diese ständige Rede von einem Bestseller. Ein Buch ist eben nicht gut genug, es reicht nicht ein Buch zu schreiben. Es muss unbedingt ein Bestseller werden, erst dann ist dieses Buch auch gut genug. Ich für meinen Teil habe schon Bestseller gelesen, die ich überhaupt nicht als gut empfunden habe. Und es gibt auch Bücher die keine Bestseller sind und ich trotzdem ganz toll fand. Gut ist eben subjektiv.

Dennoch vermute ich bei den Bestseller auch überwiegend gute Bücher, also hat er hier doch nicht ganz Unrecht. Außerdem imponierte mir seine Aussage, dass der Autor immer für einen Leser schreibt und nicht nur um seine eigene Schreiblust zu befriedigen. Warum werden denn sonst Blog geschrieben? Bilder in Flickr veröffentlicht? Oder die eigenen Bilder im ganzen Haus aufgehängt? Es wird eben doch für eine Öffentlichkeit gemacht, auch wenn für eine Kleine wie zum Bsp. Nur die eigenen Freunde. Wenn nicht, wozu dann das Ganze überhaupt öffentlich machen? Wenn man nur für sich schreibt, dann kann man das in einem kleinem geheimen Tagebuch tun, Papier gibt es immer noch. Auch wenn der Wunsch eines Autor nicht immer explizit ausgedrückt wird, so will doch jeder der etwas veröffentlicht gelesen werden.

Also gab ich Ruhe und lass weiter.

Und bin sogar dabei seinen ersten Ratschlag anzunehmen. Wer gute Geschichten schreiben will, muss über einen großen Wörterschatz verfügen. Die Gedanken müssen sich in Worte kleiden, erst dann sind sie auch für die anderen zugänglich, natürlich nur solange die Telepathie nicht praktiziert wird. Da ich zu den Lesesüchtigen gehöre, sollte ich also die Worte der anderen Autoren mit zu eigen machen. Aber nicht nur der Autoren, eben von allen Menschen mit denen ich kommunizieren kann! Also werde ich in der nächsten Zeit aktiv zuhören und aktiv mitlesen und wie ein Schwamm die Worte aufnehmen. Aktives Lesen bedeutet aber nicht nur die Worte zu klauen, sondern auch sich immer wieder zu Fragen warum ich grade jetzt weiter lesen will. Wie man sieht hat Herr Mehler gar nicht mal so schlechtes Buch geschrieben, es gibt einiges von ihm zu lernen.

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3 Gedanken zu „„Nimm Worte auf, wie ein Schwamm“

  1. Sehr gut geschrieben. Das könnten meine Aussagen sein 🙂 Ich habe schon viel versucht zu schreiben aber bin nie in den Fluss gekommen. Obwohl ich auch eine Leseratte bin und grosses literarisches Interesse habe, neigte ich eher dazu Geschichten zu kopieren.

    Wünsche dir einen guten Start 🙂

    Jocey

  2. Pingback: „Was hilft der Titel ohne Mittel?“ « Die Welt von taTalja

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