Über Syndrom „leerer Kühlschrank“

Da ich mich in der letzten Zeit wieder verstärkt mit dem Thema „Ernährung“ beschäftige, wollte ich euch einen interessanten Artikel über das Syndrom „leerer Kühlschrank“ vorstellen und würde mich über eure Gedanken dazu sehr freuen.

„Natürlich haben Sie bereits in den unzähligen Diätforums davon gehört – das wichtigste ist es daheim so gut wie kein Essen zu haben. Am besten ist es natürlich gar nichts zu essen da zu haben. Da hat man einen langen anstrengenden Arbeitstag hinter sich, kommt nach Hause und verspürt die Lust auf etwas Ungesundes. Nein, nein, nein weg damit! Schnappen Sie sich eine Gurke oder eine Möhre  und dann los auf den Teppich und machen Sie brav ihre 100 Sit- Ups. Das ist die Lösung um schlank zu sein, schöne Formen zu kriegen, und vor allem gesund und fit zu bleiben! Das ist Übrigends auch der einzige richtige Weg und wer etwas anderes behauptet der lügt oder er ist eben fett und faul und ist natürlich sehr neidisch auf uns! Am Kühlschrank soll Übrigends eins der dicksten Fotos von uns hängen. Und ein Schloss.

Ich fürchte, dass sich auf diese Weise auf jeden Fall eine Lebensmitteln Neurose entwickelt. Nein, ich will damit nicht ausschließen dass es in einigen Fällen diese Neurose durch  muskulöse Figur begleitet wird. Aber kann ein Mensch mit einer frustrierten Beziehung zu Lebensmitteln und Ernährung  überhaupt glücklich zu sein? Erst durch die  Nahrungszufuhr produziert unser Körper den Großteil der Substanzen, die Glücksgefühle, Euphorie, Zufriedenheit hervorrufen. Ein Mensch mit frustrierter Beziehung zu Essen ist reizbar, deprimiert und neigt zu Zwangsstörung. Wenn bei Ihnen zuhause der Kühlschrank leer ist, dann können Sie die Frage auf was sie jetzt besonders gerne Lust hätten gar nicht beantworten, den egal was es ist – es ist nicht vorhanden. Es ist ratsamer eine Einkaufliste mit Produkten zusammenzustellen die sie nicht als „gefährlich“ einstufen also diejenigen bei denen sie nicht dazu neigen zu viel davon zu essen. Es geht dabei in erster Linie um die Vielfalt von Produkten und nicht unbedingt um die Menge. Die Menge kann ruhig gering bleiben- Sie sind ja kein Elefant.“

Und wie macht ihr das mit Ernährung?  🙂

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2 Gedanken zu „Über Syndrom „leerer Kühlschrank“

  1. Ich versuche ausgewogen und gesund zu kochen. In meinen Einkaufswagen findet sich Gemüse und Obst, Fleisch, Käse, gute Öle wie Olivenöl, Fisch aber auch Süßes.
    Bloß nichts ausschließen ist meine Devise. Da gibt es auch mal Schweinsbraten oder andere Hausmannskost. Sonst eher mediterran oder asiatisch.
    Also keinen Verzicht üben, sondern alles in Maßen und genießen:)

    LG Bettina

  2. Also nichts ist schlimmer als ein leeren Kühlschrank. Wobei… Ich bin auch schon kurz vor Ladenschluss nochmal losgerannt oder sonntags zum Bahnhof, um mir dann etwas zu besorgen. Man bewegt sich also. Das ist ja auch nicht schlecht 😉 Aber ganz allgemein ist ein leerer Kühlschrank nicht nur Stromverschwendung, sondern auch für die Psyche grausam. Hunger oder Lust auf etwas zu Essen haben und nichts daheim. Wer bekommt da keine schlechte Laune und fühlt sich mies? Und am Ende ist man dann so genervt, daß man erstmal was ordentliches beim Pizzaservice bestellt. Furchtbar kontraproduktiv. Was mich an den meisten, so oft propagierten Ratschlägen zu vermeintlich gesundem Essverhalten (ja ja, jeder Idealschlanke ist immer waaaahnsinnig glücklich – als wenn Glück was mit dem Hüftumfang zu tun hat) stört: Sie sind Kampfansagen an den eigenen Körper! Und will mir wirklich jemand erzählen, man kann gesund und glücklich sein, wenn man gegen seinen eigenen Körper ankämpft, ihn als Feind empfindet, weil der Mistkerl Zucker braucht und einfach nicht in die tolle Jeans passt? Nahrung ist Leben und wer sich Nahrung vorenthält, verhält sich lebensabweisend. Fraglich ist natürlich all das Zeug, das wir da so in uns aufnehmen. Ich stimme also Bettinas Vorschlag zu und ergänze das ganze noch um den Punkt: Wert auf natürliche Nahrungsmittel legen. Nicht nur das Fett und der Zucker sind in Massen schädlich, sondern auch etwaige chemische Inhaltsstoffe. Darüber hinaus ist für mich Tee ein idealer Begleiter, wenn doch mal der Kühlschrank nichts hergeben will oder ich schlichtweg keine Lust habe, mich groß in der Küche aufzuhalten. Tee gibt es in tausenden Sorten und kann somit manchmal tatsächlich die ein oder andere Geschmackslust befriedigen (es geht ja nicht immer nur darum, daß man Lust auf das Essen hat, sondern manchmal ist man nur ganz heiß auf einen bestimmten Geschmack). Ich habe für mich zum Beispiel den Glückstee von Alnatura (Drogerie dm) entdeckt. Das ist Rooibuschtee mit Kakaoschalen und einem Hauch Vanille. Ersetzt nicht immer die Sehnsucht nach Schokolade, aber in vielen Fällen. Ich war ganz überrascht. Deshalb habe ich den IMMER daheim.

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