„Hundert Namen“

Das neue Taschenbuch „Hundert Namen“ von Cecelia Ahern erhellt und erfreut mich jeden Morgen während der S-Bahnfahrt zur Arbeit.

Seltsamerweise kann ich es nur auf der Hinfahrt und nicht auf der Rückfahrt lesen, abends wird mir beim Lesen nämlich fast immer übel.
Und das liegt definitiv nicht an dem Buch. Dieses Buch gehört zu denen die mir richtig gut gefallen.

Besonders schmunzeln musste ich als ich von dem Gartenhäuschen mit Rotwein und Ideen-Samen in Töpfchen gelesen habe: „Constance hat sie immer ihre kleine Samen genannt. Sobald sie in ihrem Kopf aufgetaucht sind, hat sie Ideen auf Klebezettel notiert und an Stöcken in diese Töpfe gesteckt.“

Überhaupt finde ich Bücher über Bücher oder Geschichten besonders faszinierend.

In diesem Buch geht es gleich um mehrere Geschichten. Geschichten von besonderen Menschen, die sich selbst eigentlich gar nicht bewusst sind wie besonders sie sind. Und jeder erzählt seine eigene Geschichte.

Wer Cecelias Bücher gerne liest, wird dieses bestimmt auch mögen. Ich wollte etwas leichtes, entspanntes und besinnliches lesen und da kam dieses Buch genau zu richtigen Zeit. Wer allerdings noch nichts von ihr gelesen hat, dem würde ich „PS. Ich liebe dich“ oder „Für immer vielleicht“ empfehlen, die gehen noch tiefer unter die Haut.

Heute morgen als ich im Zug saß und an grauen Ortschaften vorbeirauschte, fragte ich mich was wäre eigentlich meine Geschichte? Welche Geschichte würde ich erzählen, wenn man mich nach der Einen besonderen Geschichte fragt?
Ich habe noch keine Antwort gefunden und Sie? Wissen Sie über was Sie erzählen würden, wenn Sie nur diese eine Geschichte erzählen dürften? Oder gibt es in Ihrem Leben Menschen die eine interessante Lebensgeschichte erzählen könnten?

Ich denke da zum Beispiel an die Oma von meinem Freund. Sie ist ein bisschen älter als achtzig aber immer noch wunderschön.

Sie gehört zu den Frauen die von Innen strahlen und überall wo sie auch hingehen Wärme mitbringen. Diese häusliche, weibliche Wärme. Und das, genau das sieht man bei ihr im Gesicht, jedes einzelne Fältchen spricht dafür. Sie erlebte den Krieg und seine Folgen aber behielt dennoch oder genau deshalb diese Herzensgüte. Aber auch sie hätte vermutlich so ihre Schwierigkeiten die eine besondere Geschichte aus ihrem Leben zu erzählen. Letztens erst erzählt sie uns sie zum Beispiel wie sie als junges Mädchen mit ihrer Schwester am Waldrand spazieren war und ganz laut gesungen haben. Und der Gesang war anscheinend so schön, dass ein Wanderer ihnen jeweils 10 Cent geschenkt hat. Und es war damals sehr viel Geld. Man konnte davon ganze drei kleine Stangen Puffreis mit extra viel überzogener Schokolade kaufen.

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