einfach so…

An meine Eltern

Und auch wenn es höchstwahrscheinlich gar keiner mehr hier liest…

Ich habe selbst den Blog fast ganz vergessen. Doch ein neuer Freund fragte mich warum ich nicht schreibe und ich erinnerte mich.

Nein, natürlich habe ich es nicht vergessen. Aber ich hatte wohl nicht mehr das Bedürfnis zu schreiben und so wurden meine Beiträge immer selten bis sie letztendlich ganz verschwanden.

Als ich vorgestern die ganzen Beiträge noch einmal durchgelesen habe, überkam mich ein Gefühl von innerer Freude und Wärme.

 Es ist so schön an die alte Zeit zu denken und mein eigenes damaliges ich vor dem inneren Auge zu sehen.

So viele Momente, Wünsche und Ziele. Wer kein Tagebuch führt wird dieses Gefühl leider nicht verstehen.

Ich bin eine andere geworden und mein Leben hat sich verändert.

um es nie zu vergessen..

Mein Wunsch nach einem Job ist in Erfüllung gegangen.

Noch vor gar nicht so langer Zeit habe ich mich jeden Morgen mit den Tränen in Zug gesetzt und bin ganz traurig und ängstlich zu dem so gehasstem Job gefahren. Und als ich endlich gekündigt wurde musste ich auch erstmal eine Woche lang gegen die Tränen ankämpfen. Meine Mutter sagte zu mir: „ Gott sei Dank! Geh jetzt direkt einkaufen und kaufe dir eine Flasche Sekt! Dann kommst du Heim und genehmigst dir ein paar Gläschen. Da oben hat man deine Gebete erhöht. Und jetzt genießt du erstmal den Rest vom Sommer um dann etwas tolles anzufangen. Es wird sich schon das Richtige ergeben, wenn du nur lang genug wartest.“

Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere.

Wie Recht sie hatte

.

Das bewundere ich  an meinen Eltern, sie haben wirklich fast immer Recht.

Und was ich noch mehr bewundere, trotzdem zwangen sie mir ihre Meinung nicht auf und lassen mich die eigenen Erfahrungen sammeln.
Und wenn man dann nach einem verlorenen Kampf endlich in Elternheim kommt, hört man auch keinen Vorwurf.

Sie sind einfach da.

Immer da für mich.

Immer wenn ich sie gebraucht habe.

Immer wenn ich in Schwierigkeiten war.

Immer wenn ich Angst hatte, wusste ich, ich habe ein Zuhause.

Sogar als ich mit nur mit einem 50 Euro Schein in Paris an Silvester feststeckte und Angst hatte den Flug zu verpassen wusste ich, zur Not würde ich Papa anrufen. Und er würde kommen, er würde mich abholen und Heim bringen.

Immer wieder wenn ich ganz verheult und mit zittrigen Händen nach einem Streit mit meine Ex-Ehemann zu meinen Eltern kam, gab es süßen Tee und Liebe. Ganz viel Liebe. Ich konnte den Schmerz in Ihren Augen sehen und Wut aber es gab kein Wort des Vorwurfes. U

nd trotzdem kam ich wieder zurück zu dem Ex-Ehemann und den Problemen. Un

d auch dann kein Vorwurf, nur diese  liebende traurige Augen.

Sie akzeptierten meine Entscheidungen, alle.

Ich bin zig mal aus und eingezogen und wer war da? Wer hat die schwere Waschmaschine in fünftes Stockwerk geschleppt und Kartons gepackt und mir Mut gemacht?  Papa und Mama. Immer wieder. Immer wieder. Immer wieder.

Wer kann das schon von sich behaupten heutzutage?

Ich glaube kein anderer Mensch könnte mich so sehr lieben, wie sie es tun.
Und bei keinem anderem würde ich mich so sicher fühlen. Auch wenn ich jetzt bereits ein ´großes Mädchen´ bin, kann ich nur bei Papa im Auto einschlafen.

Ich fühle mich nur dort ganz ich. Ich sehe im Spiegelbild meine Mutter und meinen Vater.
Ihr dunkles braun in den Augen und diese Form. Sein Charakter in vielen meinen Handlungen.

Ob ich es jemals genauso an meine Kinder geben kann?

Ob ich meine Kinder genauso lieben werde? Ob sie sich bei mir dann genauso fühlen werden?

Ich danke euch.

Ihr seid das beste in meinem Leben.

Ich liebe euch so sehr!

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