Anleitung zum Leiden in einer Liebesbeziehung

Tipps für Frauen und Männer

Sag niemals aber auch wirklich niemals „nein“ wenn es um deinen Liebsten geht.

Am besten fängt man mit leiden gleich morgens zum Frühstück an. Sie leben seit einem Jahr in einer Beziehung und schleppen sich tagtäglich morgens zum Frühstück in die Küche um dort die so sehr gehassten Spiegeleier in sich rein zustopften? Und das ohne auch nur anzudeuten, dass Ihnen alleine von dem Gedanken an Spiegeleier schlecht wird? Bravo, Sie sind bereits wirklich gut! Wenn Sie auch weiterhin alle Ihre Wünschen und Bedürfnisse so geheim halten, dann wird Ihre Liebste in Ihrem Freundeskreis bestimmt unter dem Namen „Henker“ bekannt und Sie sind der berühmt- berüchtigte Märtyrer.

Genauso gut macht es sich übrigens, wenn Sie sich jahrelang bei Ihren Freundinnen darüber ausheulen, dass Ihr Liebster nicht an Ihrem rechten Knie knabbert, dabei mögen Sie es eigentlich so gerne. Voraussetzung hierfür ist natürlich auch, dass er davon noch nie gehört hat. Und überhaupt schweigen Sie sich ihm gegenüber lieber aus wenn es um Thema Sex geht.

Was auch ganz gut funktioniert, ist die Fürsorge.
Zum Beispiel wenn Ihr Freund ganz gemütlich vor dem Fernseher sitzt und sich das so wichtige Fußballspiel anschaut. In diesem Moment sollten Sie schnellstmöglich in das Schlafzimmer stürmen und ihm eine Tagesdecke besorgen. Dann versuchen Sie ihn so gut wie es nur geht einzupacken, schließlich soll es ihm warm sein. Draußen sind es heute + 25, egal! Und auch wenn er die ganze Zeit versucht Ihnen zu erklären dass ihm nicht kalt ist, glauben Sie ihm nicht! Dann holen Sie ihm noch etwas unter die Füße, damit er sie schön hoch legen kann. Und dann machen Sie ihm auch noch Tee. Und wenn er nach allen Ihren Bemühungen gestresst ist und sie dabei böse anschaut, drehen Sie sich weg und tun unbedingt auf beleidigt. Schließlich wurde Ihre Fürsorge nicht anerkannt. Besonders jetzt gelingt Ihnen das Leiden wegen der Undankbarkeit gut.

PS: Während des Schreibens dieses Artikels wurde kein Liebster getötet oder verletzt. Und nein, ich muss im Moment auch nicht leiden 😉

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„Hundert Namen“

Das neue Taschenbuch „Hundert Namen“ von Cecelia Ahern erhellt und erfreut mich jeden Morgen während der S-Bahnfahrt zur Arbeit.

Seltsamerweise kann ich es nur auf der Hinfahrt und nicht auf der Rückfahrt lesen, abends wird mir beim Lesen nämlich fast immer übel.
Und das liegt definitiv nicht an dem Buch. Dieses Buch gehört zu denen die mir richtig gut gefallen.

Besonders schmunzeln musste ich als ich von dem Gartenhäuschen mit Rotwein und Ideen-Samen in Töpfchen gelesen habe: „Constance hat sie immer ihre kleine Samen genannt. Sobald sie in ihrem Kopf aufgetaucht sind, hat sie Ideen auf Klebezettel notiert und an Stöcken in diese Töpfe gesteckt.“

Überhaupt finde ich Bücher über Bücher oder Geschichten besonders faszinierend.

In diesem Buch geht es gleich um mehrere Geschichten. Geschichten von besonderen Menschen, die sich selbst eigentlich gar nicht bewusst sind wie besonders sie sind. Und jeder erzählt seine eigene Geschichte.

Wer Cecelias Bücher gerne liest, wird dieses bestimmt auch mögen. Ich wollte etwas leichtes, entspanntes und besinnliches lesen und da kam dieses Buch genau zu richtigen Zeit. Wer allerdings noch nichts von ihr gelesen hat, dem würde ich „PS. Ich liebe dich“ oder „Für immer vielleicht“ empfehlen, die gehen noch tiefer unter die Haut.

Heute morgen als ich im Zug saß und an grauen Ortschaften vorbeirauschte, fragte ich mich was wäre eigentlich meine Geschichte? Welche Geschichte würde ich erzählen, wenn man mich nach der Einen besonderen Geschichte fragt?
Ich habe noch keine Antwort gefunden und Sie? Wissen Sie über was Sie erzählen würden, wenn Sie nur diese eine Geschichte erzählen dürften? Oder gibt es in Ihrem Leben Menschen die eine interessante Lebensgeschichte erzählen könnten?

Ich denke da zum Beispiel an die Oma von meinem Freund. Sie ist ein bisschen älter als achtzig aber immer noch wunderschön.

Sie gehört zu den Frauen die von Innen strahlen und überall wo sie auch hingehen Wärme mitbringen. Diese häusliche, weibliche Wärme. Und das, genau das sieht man bei ihr im Gesicht, jedes einzelne Fältchen spricht dafür. Sie erlebte den Krieg und seine Folgen aber behielt dennoch oder genau deshalb diese Herzensgüte. Aber auch sie hätte vermutlich so ihre Schwierigkeiten die eine besondere Geschichte aus ihrem Leben zu erzählen. Letztens erst erzählt sie uns sie zum Beispiel wie sie als junges Mädchen mit ihrer Schwester am Waldrand spazieren war und ganz laut gesungen haben. Und der Gesang war anscheinend so schön, dass ein Wanderer ihnen jeweils 10 Cent geschenkt hat. Und es war damals sehr viel Geld. Man konnte davon ganze drei kleine Stangen Puffreis mit extra viel überzogener Schokolade kaufen.

Gegen Männerhass

Ich finde es schon toll, dass ich wählen gehen darf. Und ja ich finde es besonders toll, dass ich studieren dürfte. Und ja ich finde es ausgezeichnet, dass ich meine Meinung auch als Frau frei äußern darf und selbst bestimmten darf ob ich heute einen Rock oder Jeans anziehe. Nicht falsch verstehen, ich bin für die Freiheit und Gleichberechtigung aber ich bin definitiv gegen diese männerhassende Furien. Vielleicht liegt es daran, dass ich sehr gerne eine Frau bin ? Schöne Kleider, hohe Schuhe, bezaubernde Röcke, dezente Schminke..hmmm… Und ja ich will mit meinem Partner zusammen Kinder kriegen und nicht alleine *nur für mich*!Und Sonntags leckere Kuchen für die ganze Familie backen. Blumen pflanzen, stricken, filzen, schöne Sachen basteln….und nicht eine 50 Stunden Arbeitswoche hinlegen um dann halb tot einen tiefgefrorene Pizza in den Offen zu schieben… Das heisst nicht automatisch, dass ich weniger selbständiger sein muss oder weniger Gehalt verdienen will für den gleichen Job. Aber ich bin soooo froh, dass es richtige Männer gibt! Starke, hilfsbereite Männer. Mein Vater ist zum Bespiel so einer, er löst Probleme, nein noch besser er kümmert sich darum dass diese gar nicht erst auftauchen. Er ist meiner Mutter immer eine starke Schulter gewesen und mir so oft ein fester Felsen in der Brandung.
An dieser Stelle: Danke Papa! Danke dafür, dass du mich gelehrt hast eine selbstbewusste, selbst-bestimmende Frau zu werden! Und danke an meine Mama, die mich gelehrt hat trotzdem die Weiblichkeit aufzubewahren.

Taaaata ich bin wieder da!

Ich habe endlich wieder Internet, nur für mich meine ich. Mein Internet, mein kleiner Laptop wieder auf dem Schoss und unzählige Gedanken die nur so aus mir hinaus sprudeln wollen. Es kommt mir vor als ob es Jahrzehnte zurückliegt dass ich es nur für mich hatte. Auf der Arbeit habe ich natürlich auch Internet, aber eben nicht für private Nutzung geeignet. Alles wird streng kontrolliert. Mobiles Internet habe ich auch, aber damit gross Texte schreiben oder ausführliche Geschichten lesen ging überhaupt nicht. Und nun sitze ich hier mit einer leckeren Tasse Tee und geniesse den Moment. Eigentlich habe ich bereits öfters dran gedacht, wie es wäre endlich wieder zu schreiben und über was ich dann alles schreiben würde…Hm…Arbeit? Freizeit? Die Arbeit als Recruiterin in einer grossen internationalen Personalberatung habe ich mir ganz anders vorgestellt. Nicht das es nicht spannend ist, ich würde sogar behaupten dass es mir langsam zu viel der Spannung ist. Jetzt verstehe ich wie es dazu kommt dass Menschen an Burnout erkranken. Ich verstehe auch wie man ticken muss um in dem System erfolgreich zu sein, nur zweifele ich sehr stark ob es mit meinem Wertesystem übereinstimmt. Aber vll. ergeht es nur mir so und meine Firma ist da besonders hart ? Ach was, alleine die Bewertungen auf Kununu sprechen Bände…traurig, traurig sogar in meinem Blog kann ich davon kein Abstand nehmen.
Mit Filzen und Basteln ist es nun auch viel zu lange her, weiss gar nicht wohin jetzt mit der ganzen schönen Wolle. Die Tage habe ich mich an neuen Hausschuhe versuchen aber dann gemerkt dass mir die Geduld dazu fehlt. Nun da ich aber wieder Internet habe und wir Herbst draussen haben, hoffe ich auf mehr Inspiration.
Und wie geht es euch so?

34,2 C°

Hmmm, diese Anzeige auf dem Fieberthermometer zweifele ich doch grade etwas stark an.
Mit geht es nämlich ganz gut, auch wenn das Ding dran nicht glauben will?!
Die neuesten Kommentare haben mir wieder in Erinnerungen gerufen, dasss ich mich hier ja seit einer Ewigkeit nicht mehr blicken gelassen habe. Dabei gibt es eigentlich eine Unmenge zu berichten zum Beispiel über den neuen Job als Personalberaterin und die kuriosesten Bewerber oder lesenswerte Bücher oder irgend etwas aus der Psychologie….ich weiss ja gar nicht mehr wo ich anfangen soll und pläne mache ich mir dies mal keine, ich grüße euch alle einfach mal an dieser Stelle!

Auf ein Neues!

Hunger

Früher wurde mir fast jeden Abend eingeprägt ich muss es mir zuerst verdienen. Heute weiß ich wie falsch es war daran zu glauben. Aber wenn man es Tag ein und Tag aus zu hören bekommt dann glaubt man irgendwann der Gedanke sei ein eigener. Heute weiß ich es besser.

Das Gefühl „ in Liebe zu sein“ kann heilen. Vor allem, wenn diese Liebe auf Gegenseitigkeit beruht.
Unter Liebe verstehe ich Akzeptanz von sich selbst und dem Anderen sowie der Kontakt zwischen uns. Dieses Ganze ist ein perfektes bereicherndes Phänomen.
Wenn Du jemals, sogar nur für ein paar Sekunden das gespürt hast dann, dann erfährst du wie voll, reich und inspirierend das Leben tatsächlich ist. Du willst singen. Tanzen. Und leise lächeln. Weil es da Glück ist. Dies ist ein Zustand der Ganzheit. Alle Systeme des Körpers arbeiten auf einer Welle, spielen das gleiche musikalische Thema, jeder auf seinem Instrument. Alles ist schön: Ich und mein Partner und unseren Dialog und die Welt.
Und dies ist eine sehr heilsame Erfahrung für die Behandlung von emotionalen Wunden aus der Vergangenheit.

Danke.

Brosche schnell und einfach selber machen! DIY Anleitung

Hey hey habt ihr eine Stunde Zeit? So kurz vorm Wochenende will ich euch eine Anleitung für eine schöne Brosche aus Filz vorstellen.
Für unsere selbstgemachte Brosche brauchen wir:

– Filz
– Rocailles
– Alter Reißverschluss
– Broschierung
– Nähzubehör
– Sekundenkleber

Lasst euren Fantasie einen freien Lauf und überlegt euch einen schönen Motiv für die neue schicke Brosche!
Entsprechend unserem Motiv legen wir den Reißverschluss auf dem Filz aus und nähen diesen ein.
Vorher entfernen wir natürlich alle „unwichtigen“ Einzelteile des Reißverschlusses (Band, Schieber).
Wenn der Reißverschluss eingenäht ist, schneiden wir entsprechend der Form den restlichen Filz ab.
Anschließend verzieren wir die Brosche mir Rocailles. Damit die Brosche etwas fester wird, kleben wir dann auf die Rückseite noch eine Lage Filz mit Sekundenkleber fest und bringen dann die Broschierung an.

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Ich wünsche euch viel Vergnügen beim Ausprobieren!
Eure taTalja!

Weltuntergang 2012

Puuuhhhh ich habe es überlebt!
2012 – war für mich persönlich das Ende der Welt. Vergangener Welt.
Und der Anfang einer neuen – einer noch unbekannter.
Ich gleich da wohl den Organismen des Silurs: kam aus dem Wasser aufs Land.
Alles so unbekannt und so aufregend neu:
Ich habe mich nach fünf Jahren entschlossen den Hafen der Ehe zu verlassen. Unsere Schiffe segeln nun in verschiedene Richtungen.
Ich erkannte eine Menge Dinge über mich, ich fühle mich wie Alice im Wunderland, die durch eine ganz kleiiiiiiiiiine Tür in eine ganz neue Welt kam: hell und bunt!
Dann habe ich einen ganz besonderen Menschen von einem anderen Planeten kennen gelernt und eine ganz liebevolle Familie gab es sogar mit dazu. (Und die Liebe wie sie in Büchern und schnulzigen Filmen propagiert wird, gibt es wirklich ;))
Außerdem habe ich mich entschlossen meinen noch aktuellen Job zu kündigen und etwas Neues auszuprobieren. Die Welt war grosszügig: ab Februar starte ich in Frankfurt bei einem grösserem Unternehmen so richtig durch.

Leicht und einfach war das nicht, es war hart und fröhlich!

Und wie war das Jahr so bei euch?